Harninkontinenz

Eine Harninkontinez ist ein sehr vielschichtiges Problem. 

Normale Schleimhautzellen im Genitalbereich und eine kräftige Beckenbodenmuskulatur sind eine gute Voraussetzung, um den Verschluss der Blase bis ins hohe Alter zu sichern. Die Abflachung der Schleimhaut im Genitalbereich in den mittleren Jahren der Frau, besonders wenn sie über Monate und Jahre besteht, hat Folgen. Die Schleimhaut-Abflachung, medizinisch Schleimhautatrophie, kann dann zu vermehrtem Harndrang und im weiteren Verlauf zu einer Undichtigkeit der Blase führen. Manchmal sind auch schwere Geburten eine Ursache. Anfangs bemerkt man die nachlassende Dichtheit der Blase nur beim Husten und Lastheben. 

Die Ursachen ist auf der einen Seite im Zusammenhang mit den Schleimhautzellen ein Hormonungleichgewicht und auf der anderen Seite überwiegend in Bezug auf die Beckenbodenmuskulatur der Bewegungsmangel, die fehlende Aktivität für die Stärkung derselben. Hervorzuheben ist auch die mangelnde Aufmerksamkeit und die Bedeutungslosigkeit, die viele Frauen dem Bauchbereich und dem Beckenboden zukommen lassen. Dies schafft dann die Voraussetzung für mittlere und schwere Harninkontinenz. Vielen Frauen fehlt bis ins hohe Alter hinein eine regelmäßige sportliche Betätigung, nämlich ein- bis zweimal wöchentlich für nicht mehr als 30 bis 40 Minuten z.B. gymnastische Übungen im Rhythmus mit Musik oder Tanzen, aber auch Reiten, das ist zwar ein teurer Sport, aber der beste für die Beckenboden-Stärkung. Nicht zu vergessen ist natürlich auch bewegungsorientierter Sex. 

Gut zu wissen: Zügiges Gehen (ein- bis zweimal pro Woche für 30 bis 40 Minuten, etwa 3-4 km) ist besser als Radfahren und Schwimmen. Die beste Alternative ist intensives Gehen mit einigen Spurts zwischendurch.